Die Geschichte der Husaren

Husaren
Reiterei, wild, verachtet und erfolgreich!

Über die Husaren ranken sich viele Mythen. Ursprünglich aus Ungarn kommend, wurden Sie für ihre Schnelligkeit und Wendigkeit, sowie ihren unerschrockenen Mut bekannt. Leider war diese leichte Kavallerie auch für ihre Ungezügeltheit bekannt. So kann man verstehen, dass der Name Husar, aus dem südslawischen Wort „hurszar“ stammend, eigentlich Räuber heißt.
Husaren gibt es schon seit Ende des 14ten Jahrhunderts. Bewaffnet war die leichte Reiterei mit schweren Säbeln, Streitkolben und Lanzen. Sie wurden sowohl als Späher, als auch gegen Schwere Kavallerie und Fußsoldaten eingesetzt. Ihre Lanzen und Säbel durchdrangen selbst die dicksten Panzer.

Die Husaren wurden in Fähnlein eingeteilt. Jedes Fähnlein bestand aus 210 Reitern. Die Aufstellung erfolgte meist dreigliedrig. Das erste Glied bildeten die Adligen und Offiziere, gefolgt von den Knappen. Komplettiert wurde die Einheit durch Choragiew-Fahne, zwei Pauker und zwei Trompeter.

Anfänglich wurden Husaren nicht als vollwertige Soldaten akzeptiert. Ihnen blieb die Anerkennung genauso verweigert, wie eine gerechte Besoldung. Es ging sogar soweit, dass gefangen genommene Husaren fürchten mußten, als irreguläre Kämpfer von Kriegsgegnern hingerichtet zu werden.

Ihre Erfolge in der Schlacht machte die Husaren zu einer der erfolgreichsten Form der Kavallerie. Auch in anderen Ländern wurde diese Form eingerichtet.

Die Form der Husaren, wie sie auf unserem Schützenfest zu sehen ist, läßt sich aufgrund der Farbe und Aufmachung der Uniform am ehesten mit den preußischen Husaren vergleichen. In Preußen wurde 1721 das erste Husarenregiment aufgestellt, zunächst aus polnischen Reitern, später war man bemüht ungarische Husaren zu verpflichten. Leider waren diese „ausländischen Hilfstruppen“ nicht sehr beliebt. In einem Befehl nach der Schlacht von Mollwitz hieß es: „Weiber, Husaren und Packknechte, die beim Plündern erwischt werden, sollen sofort gehenkt werden.“

In den folgenden Jahren war Preußen bemüht, die Reiterei als mustergültige leichte Kavallerie auszubauen, die auch ein Reihe hervorragender Kommandeure hervorbrachte. Besonders berüchtigt waren unter den 10 Husarenregimentern unter Friedrich II. die sogenannten Totenkopfhusaren.

Totenkopfhusaren waren leicht an Ihrem Totenkopfsymbol an der Pelzmütze zu erkennen. Sie gehörten zu den Leib-Husaren-Regimentern der preußischen Armee. Ihre Uniform bestand aus der schwarzen Attila, auch Husarka genannt, dem typischen Uniformrock der Husaren. Auf der Brust ist die Uniform mit einer traditionellen weißen, silbernen oder goldenen Verschnürung versehen. Hierzu trug der Husar einen schwarzen Pelz mit hellgrauem Besatz. Die Pelzmütze war mit einer farblich zur Verschnürung passenden Kolpak ausgestattet. Bei Paraden und Festlichkeiten trug der Husar zusätzlich einen schwarz-weißen Roßhaarbusch an der Mütze.

Nach der verheerenden Niederlage gegen Napoleon wurde das preußische, also auch die Husaren, grundlegend umgestaltet. Für die Husaren hieß dies, dass sie keine Spezialwaffe mehr trugen und auch ihre Organisation denen, der anderen Kavallerieeinheiten angepasst wurde.

Zur Zeit des deutschen Reiches verfügte das deutsche Heer über insgesamt 41 Husarenregimenter aus Preußen, Braunschweig und Sachsen. 1910 wurde das letzte Regiment in Bautzen aufgestellt.

Während des ersten Weltkriegs wurden die Husarenregimenter teilweise sehr räumlich verteilt. Sie erfüllten neben Ihren Aufgaben als leichte Kavallerie, auch Aufgaben wie Feldpolizei oder Besatzungstruppen. Sie verstärkten unter anderemdie Gendarmerie innerhalb des Reiches selbst.

Die Husaren der Moderne finden sich noch in verschiedenen Streitkräften der Welt. Meist handelt es sich hierbei um gepanzerte Einheiten, die als Traditionsträger der alten Kavallerie fungieren. In der Bundeswehr bewahrt der Panzeraufklärer die Tradition der Husaren. In Deutschland gibt es neben den vielen Husarenregimentern der Bruderschaften und Kirmesgesellschaften, aber noch vereinzelt Bürgerwehren und Stadtgarden, die das Erbe der Husaren pflegen.

Quellennachweis: Wikipedia; http://de.wikipedia.org/wiki/Husaren